DaWanda-Interview mit Nadine


Seit einiger Zeit haben wir nicht nur einen Shop bei DaWanda, sondern arbeiten auch sehr eng mit dem netten DaWanda-Team zusammen.
Durch eine Rabattaktion ist heute den ganzen Tag unser Shop um 10% reduziert. 
Schnelles vorbei schauen lohnt sich, da heute schon fleißig eingekauft wurde.

Außerdem ist gestern ein Interview mit Nadine im DaWanda-Blog erschienen, welches wir euch natürlich nicht vorenthalten wollen:

Wer träumt nicht davon ein Buch mit seinen eigenen Ideen zu veröffentlichen?
Taschendesignerin Nadine alias nani coldine hat es geschafft und bringt im nächsten Jahr ein Buch über Handtaschen-Design heraus. Wir sind schon sehr gespannt und werden Euch über die einzelnen Schritte bis zur “Geburt” auf dem Laufenden halten. Im Interview verrät uns Nadine uns schon einmal ein paar Dinge über sich und ihre Arbeitsweise:

Bitte stell Dich kurz vor:
Ich heiße Nadine Heintze und bin Handtaschen-Designerin aus Köln. Studiert habe ich Kunst in London und Modedesign in Antwerpen und Arnheim. Über Umwege bin ich wieder nach Köln gekommen (ein unsichtbares Gummiband hat mich zurückgezogen). Ich träume davon, dass die Frauen in Deutschland irgendwann spielerischer mit der Mode und Ihrer Weiblichkeit umgehen. Die Ära der abwaschbaren Postasche mit Nylonriemen quer über die Schulter muss doch langsam mal vorbei sein, oder?

Wie hast Du Deine kreative Ader entdeckt?
Das war eigentlich keine Entdeckung sondern irgendwie schon seit dem Kindergarten klar: Wenn´s was zu zeichnen gab hatte ich den Job und meine Mutter musste mir schon in der Grundschule Netz-Shirts á la Madonna häkeln, weil es so was bei C&A noch nicht gab – ich aber keine Ruhe gab ehe ich auch so eins hatte. (Das Resultat sah leider nicht ganz nach Madonna aus, aber das ist eine andere Geschichte;)

Woher beziehst Du Deine Inspiration?
Alles inspiriert mich, wenn ich in der richtigen Stimmung bin: Ein Shopping Trip in Antwerpen, Picknick im Waldschwimmbad, die neue Platte von Florence and the Machine, Burlesque-Tänzerinnen, Balenciaga Couture aus den 40gern und frühe Katja Ebstein Videos auf Youtube.

Hast Du Vorbilder im Bereich Design? Falls ja, wen und warum?
Nicht so wirklich, aber wenn ich mich für jemanden entscheiden müsste, dann nur für Mlle Chanel. Sie hat die Zeichen der Zeit schon früh erkannt und die Bedürfnisse der Frauen kompromisslos und authentisch auf den Punkt gebracht. Ich kann nicht nur Ihre Entwürfe, sondern auch Ihre Zitate empfehlen.

Mit welchen Materialien arbeitest Du bei der Herstellung Deiner Produkte?
Filz, Kanvas und Leder.

Beschreibe bitte kurz Deinen kreativen Arbeitsprozess:
Ledertaschen: Die ersten Prototypen stelle ich aus Kunstleder her. Mit sorgfältiger Anleitung, Schnitt und Zutaten kommt dann alles zum Feintäschner, der die Kleinserien fertigt. Das gilt insbesondere für die Kollektion „Fäuleinwunder“ und „Garden Eden“.
Die Filztaschen nähen wir im Atelier noch von Hand. Der Filz lässt sich einfach fantastisch verarbeiten und ist zudem noch robust

Wie würdest Du Deinen Stil beschreiben?
Die Produkte sind unverwechselbar, feminin und versprühen einen Hauch Humor.

Wer sind denn die typischen „nani coldine“-Kunden?
Frauen, die das Individuelle lieben und Männer, die Ihren Frauen ein tolles Geschenk machen wollen.

Welche Rolle spielt DaWanda für Deine kreative Tätigkeit?
DaWanda ist eine tolle Plattform, seine Produkte zu präsentieren und zu verkaufen.

Was hat sich für Dich verändert, seit Du Deinen DaWanda-Shop eröffnet hast?
Der allmorgendliche Routine Check auf der DaWanda Website hat sich etabliert.

Übst Du Deine Leidenschaft als Hobby oder als Gewerbe aus?
Ehrlich gesagt ist der Verkauf und die Herstellung von Taschen ein Hobby und „Zubrot“. Genau wie unser Blog Bagstage.info. Das ist reine Leidenschaft aus Spaß an der Sache.

Wie viel Zeit verbringst Du in der Regel pro Woche mit der Herstellung Deiner Produkte?
Schwer zu sagen, wir nähen zwar viel selber, aber geben auch einiges ab. Die Filzsachen nähen wir hier bei uns im Atelier. Die Ledertaschen werden von einem Feintäschner in aufwendiger Handarbeit hergestellt. Er hat die entsprechenden Maschinen um das hochwertige Leder zu verarbeiten. In so einer Leder Tasche steckt inklusive Zuschnitt fast ein ganzer Tag Arbeit.
Die meiste Arbeit ist allerdings die ganze Administration, Pflege von Kontakten, Akquise von neuen Kunden, Bearbeitung von Anfragen.

Hast Du noch eine andere Einkommenstätigkeit?
Mein eigentliches Geld verdiene ich mit Design-Dienstleistungen im Bereich Handtaschendesign. Da betreue ich andere Labels beim Aufbau Ihrer Firma, unterstütze die Design-Entwicklung und betreue die Produktion im In und Ausland. Vom Start up Designer mit kleinen Stückzahlen bis hin zu großen, vertikalen Modelabels mit Produktionen in Fernost. Ich betreue du berate auch kleine Unternehmen, die noch im Aufbau sind oder einfach wissen wollen wo sie was herstellen können. Außerdem verlege ich das Trendbuch Bagstage, welches zweimal jährlich erscheint und schreibe gerade an einem Buch über Handtaschen in Kooperation mit dem Hauptverlag, welches nächstes Jahr auf den Markt kommt. Das Thema Stylische Handtaschen selber machen und Verkaufen. Das Ganze ist angereichert mit vielen Tips und Erfahrungsberichten von Erfolgreichen Handtaschendesignern.

Wie siehst Du Deine Zukunft als Designerin?
Ich würde gerne das Sortiment erweitern und langfristig auch Schals und Schuhe in die Kollektion mit aufnehmen und noch mehr DIY-Bücher schreiben.

Dein Schlusswort:
DIY liegt voll im Trend, nicht nur um Geld zu sparen sondern auch um Waren und Konsumgüter den eigenen Bedürfnissen anzupassen, sich unabhängig von großen Marken zu machen und vor allen Dingen sich darüber zu freuen, eine Produktidee selber zu entwickeln, umzusetzen und zu zeigen.
Gerade in Zeiten von Massenkonsum hat das individuelle, persönliche, handgefertigte einen besonderen Stellenwert..
Die große Trend zum selbst entwerfen, selber machen und selber verkaufen bietet gerade im Zeitalter von Web. 2.0 neue Dimensionen und Möglichkeiten, seine Werke mit der Welt zu teilen: Und dafür ist DaWanda der lebendige Beweis: Die Verkaufsplattform im Internet demokratisieren den Markt langsam aber sicher. Darüber hinaus bietet DaWanda die Möglichkeit sich mit anderen Kreativen auszutauschen.
Diese Entwicklung hat uns dazu bewegt, das erste Buch für DIY-Handtaschen zu schreiben, welches nächstes Jahr erscheinen wird und eine junge, stylische Zielgruppe anvisiert. Es befasst sich mit dem Thema Handtaschen entwerfen, selber machen und verkaufen. Zum Beispiel bei DaWanda! Darum können wir sagen, dass wir DaWanda nicht nur als Verkaufsplattform sehen, sondern auch als Seismograph für die Stimmung von Konsumenten.

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